Mehr Abwechslung für Pferd und Reiter

Gelassenheitstraining

 

Ein Trainingsparcours, der zeigt wie gelassen das Pferd ist oder woran man noch arbeiten kann, ist schnell selbst gemacht und bringt frischen Wind ins Training.

 

Als Utensilien eigenen sich gut: ein Regenschirm, Bälle, Plane, ein selbstgebastelter Flatterband-Vorhang, Papiertüten am Strohband, eine Plastiktüte gefüllt mit Dosen, eine Matratze, eine Flagge und vieles weitere mehr. Das Pferd soll lernen uns zu Vertrauen und nicht gleich mit Flucht zu reagieren, wenn es ungewohnte Dinge sieht.

 

Die Neugier des Pferdes soll die Angst bezwingen und es aufmerksam und aufgeschlossen Neuem gegenüber machen. Belohnungen an den richtigen Stellen können den Mut positiv fördern. Dabei können Belohnungen Pausen und Streicheleinheiten sein, oder ein Leckerli verknüpft mit einem Belohnungswort (ähnlich dem Clickertraining) und einem tief gehaltenem Kopf.

 

Wenn das Pferd sehr schreckhaft oder ängstlich ist, sollte man dies mit einem Trainer gemeinsam tun, denn es gilt Ruhe zu bewahren und im richtigen Moment locker zu lassen und zu belohnen.

Üble Laune, schlechtes Wetter ... Das Pferd spürt ihre Empfindungen und Emotionen. Werden Sie kreativ und bringen Sie Abwechslung in den Alltag. Pferde sind neugierig und intelligent. Nutzen Sie dies. In der freien Natur musste das Pferd sein Futter "suchen", dort gab es nicht dieses Überangebot mit kurzen Laufwegen. Nutzen sie den natürlichen Instinkt des Pferdes und lassen Sie das Pferd mit allen Sinnen arbeiten. 

 

Das Pferd beim Ausrollen eines Teppichs, Öffnen eines Kartons oder dem Erlernen von Zirkuslektionen zu beobachten bringt Freude und macht Spaß.

Spielbälle, Leckerliwürfel & Co.

 

Mittlerweile gibt es für Pferde eine Vielzahl an Spielbällen, Futterbällen und Co. Ich habe mich für den Futterball von Pfiff entschieden. Er unterstütz die natürliche Fresshaltung und fördert den Such- und Spielinstinkt des Pferdes, dazu lockere Genickbewegungen und viel Kau- und Speicheltätigkeiten. Die Leckbälle finde ich aufgrund der Inhaltsstoffe und der hohen Kopfhaltung nicht so empfehlenswert. Bei dem Futterball kann ich selbst entscheiden was hineinkommt. Ich befülle den Futterball mit Heu- oder Luzernecobs, geschnittenen Apfel- oder Möhrenstückchen.

 

Auch eine selbstgebastelte Heutonne kann die Fresszeiten verlängern und mit Möhren, Äpfeln oder Heucobs gespickt die Tonne "echt ins Rollen bringen".

Balance und Koordination

 

Balance und Koordination zu schulen ist wichtig in der Ausbildung des Pferdes. Hierfür gibt es schöne Übungen, die dem Pferd mehr Bewußtsein für die Koordination der Vor- und Hinterhand geben können, denn für das Pferd ist die Hinterhand nicht im direkten Bewußtsein. Dem Pferd hier mehr Körpergefühl zu geben macht also Sinn und ist für die spätere Arbeit wertvoll und auch eine gute Vorbereitung für das Verladen oder das Gelände.

Spanischer Gruß auf dem Podest

In vielen kleinen Lernschritten wird der Spanische Gruß bis hin zum Spanischen Schritt erarbeitet.
Es ist nicht einfach nur eine Zirkuslektion, es stärkt das Selbstbewusstsein des Pferdes und verhilft ihm zu mehr Schulterfreiheit.

 

Mit gezieltem Belohnungslernen kann diese Übung spielerisch erarbeitet werden. Das Belohnungslernen ist eine positive Konditionierung. Dabei wird nicht einfach ein Lerckerli gegeben sondern nur auf ein festgelgtes Stimmkommando (ähnlich wie ein Clicker) erhält das Pferd seine Belohnung. So lernt das Pferd, dass es für ein bestimmtes Verhalten eine Belohnung bekommt, diese kann mit dem Kommando gezielt und auf den Punkt genau gegeben werden.

 

Das Erlernen von schwierigen Übungen wird so leichter und das Pferd bleibt motiviert.

Auch hier ist es wichtig "in kleinen Schritten lernen".

Äste - Blätter - Kräuter auf dem Paddock

 

Im Frühling lieben die Pferde die frischen Blätter und Triebe der Bäume, aber auch Rinde ist gesund und wird gern genommen.
Eichenrinde / -blätter, Birkenrinde / -blätter, Weidenrinde, Brombeersträucher, Hagebutten der Wildrose, Ahornrinde / -blätter, Haselnussrinde / -blätter sind sehr gesund und geben dem Pferd oft Nährstoffe, die ihm fehlen, dazu hat das Pferd Abwechslung und Spaß beim "angeln" nach den schmackhaften Blättern. Hier eine gute Beschreibung zu diesem Thema "artgerecht - Das 1x1 für artgerechte Haltung, Ernährung, Pflege und Behandlung".

 

Geschnittene Brennesseln und Diesteln haben eine entgiftende Wirkung und werden einen Tag nachdem man sie geschnitten hat verfüttert und dann auch gerne von den Pferden angenommen.

Wasserspiele im Sommer

 

Ein Behälter aus Hartplastik oder ein kleiner Pool gefüllt mit Wasser bringt eine kleine Abkühkung, wenn im Sommer die Temperaturen steigen. Schwimmende Äpfel im Wasser lassen die Pferde neugierig werden und die Äpfel aus dem Wasser herauszufischen ist manchmal gar nicht so leicht.

So wird ein zuvor gruseliger Wasserbehälter zu einem spannenden Spiel.

Ritt durch den See

 

Auch ein Ritt durch den See verspricht im Sommer Abkühlung. Aber vorsicht, es gibt sehr wasserfreudige Pferde, die scharren und sich eventuell auch mal ins Wasser hineinwerfen aber auch wasserscheue Pferde, hier gilt es das Pferd vorsichtig an das Wasser zu gewöhnen. Zu Beginn sollte man absteigen und gemeinsam mit dem Pferd in das Wasser hinein gehen, so kann man gut einschätzen wie das Pferd im Wasser reagiert. Ganz nebenbei ist das Wassertreten eine sehr gute muskulär aufbauende Tätigkeit.

Langeweile im Winter ade

 

Ein Schneemann mit Möhren gespickt lässt dieses unheimliche Gebilde für das Pferd doch gleich in einem anderen Licht erscheinen. Mit kleinen Leckereien kann man das Pferd auch mutig machen Unbekanntes zu erkunden. Beobachten Sie ihr Pferd ist es ehr der vorsichtige Typ oder doch der Draufgänger !?

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© Vivienne Finke