Equikinetic®

Föderung von Muskulatur, Balance und Gleichgewicht

mit dem Zusatzprogramm Equiplace®

Die Equikinetic® ermöglicht Ihnen durch den Aufbau der Muskulatur, Ihr Pferd gesund zu erhalten, die Durchlässigkeit zu verbessern und die Aufmerksamkeit ihres Pferdes zu steigern.


Das Pferd wird in der Equikinetic® in einer exakten Quadratvolte, in Dauer-innenstellung und Biegung, im Zeitintervalltraining und gleichmäßigen Handwechseln longiert. Die Quadratvolte bietet dem Pferd einen vorgegebenen Weg. Dies ermöglicht dem Pferd eine korrekte Laufanatomie zu erlernen und es geradezurichten.


Die blau/gelben Schaumstoffbalken der Quadratvolte bieten dem Pferd neben dem farblichen Reiz einen Rahmen, in dem es sich schnell zurechtfindet. Aufgrund seiner natürlichen Assymetrie kompensiert ein Pferd seine natürliche Schiefe durch das Ausscheren der Hinterhand, ungleichmäßiges Belasten der inneren Schulter oder durch "sich schräg in die Kurve legen" wie ein Motorradfahrer, um den engen Kreis zu bewältigen.

 

Um „gerade“ durch die Kurve zu kommen, muss die Last auf das innere Hinterbein gelegt werden und die Vorhand mit der korrekten Stellung auf die Kreislinie eingestellt sein. Das innere Hinterbein beugt sich und die Hüfte rotiert etwas nach innen, das erfordert wiederum einen vermehrten Kraftaufwand und aktiviert die Hinterhand.

 

Wichtig dabei ist es ein angepasstes Tempo zu erarbeiten. In diesem Rahmen mit einer klaren Tempokontrolle fühlen die Pferde sich sicher und können anfangen sich loszulassen. Es gibt nichts Schlimmeres für ein Pferd das Gefühl zu haben, die Balance zu verlieren, hinzufallen und nicht flüchten zu können. Durch die Equikinetic®  und Dualaktivierung® erlangen die Pferde mehr Balance, um auf einer Kreislinie Laufen zu können und bleiben fluchtfähig. Somit ist der Startbaustein zum Aufbau einer tragefähigen Muskulatur gelegt.


Das Pferd wird selbstsicherer und ausgeglichener. Ein Problempferd sollte man erst dann beurteilen, wenn es „Laufen“ gelernt hat. Laufen lernen heißt für ein Pferd, auf gebogener Linie das Gleichweicht halten zu können und geradegerichtet zu sein (die Abdrücke die Hinterhand spuren in die Abdrücke der Vorhand, das Pferd ist horizontal wie vertikal gerade). Fällt das einem Pferd schwer und muss es eventuell einen unausbalancierten Reiter kompensieren, kann es durchaus auch zu Verhaltensauffälligkeiten kommen. Das Pferd will sich aus dieser Lage befreien. Von “zu langsam werden“ oder Durchgehen bis Buckeln reicht das Spektrum weit, denn irgendwie versucht das Pferd sich im Rahmen seiner Möglichkeiten zu helfen.


Jedes Pferd hat von Natur aus eine gute und eine schlechte Seite.
Häufig, arbeiten wir vermehrt die gute Seite des Pferdes, da es sich besser anfühlt. Es ist schlichtweg einfacher und es fällt uns nicht einmal auf. Unser Zeitgefühl täuscht uns hier auch gerne oder wir achten gar nicht auf die Zeit.

 

Die stetigen, regelmäßig abwechselnden Handwechsel in der Equikinetic®, arbeiten das Pferd auf beiden Seiten gleichmäßig durch. Das Pferd wird in Dauerinnenstellung und Biegung in der Quadratvolte geradegerichtet, ausbalanciert und lernt korrekt zu Laufen.

 

Faszien sind das Bindegewebe welches die Muskulatur umhüllt. Werden sie nicht in die Richtung gearbeitet in der sie gebraucht werden, verfilzen sie regelrecht und werden starr. Die darunterliegende Muskulatur ist dann nur schwer in der Lage sich zu entfalten und zu wachsen. Durch die Biegung, die eine korrekte Stellung voraussetzt, werden die Faszien gedehnt, in die richtige Position gezogen und dem Muskel wird erlaubt zu wachsen.


Durch die außergewöhnliche Anstrengung, wird die Muskulatur veranlasst sich zu entwickeln und stärker zu werden. Wir setzten mit der Arbeit in der Equikinetic® und Dualaktivuerung® Wachstumsreize, in dem wir von der Muskulatur ungewohnte Arbeit verlangen und diese permanent reizen. Nur so wächst ein Muskel. Und wir müssen der Muskulatur Zeit lassen, damit sie sich erholen, wachsen und sich auf die nächste Belastung besser vorbereiten kann. Durch ungewohnte Beanspruchung entstehen kleine Muskelfaserrisse. Der Organismus braucht ca. 48 Stunden Zeit um diese zu „reparieren“. Um sich vor diesen Verletzungen zu schützen, bereitet sich der Muskel auf eine erneute Belastung vor und wird stärker (Dickenwachstum).

 

Das Pferd im Intervalltraining zu arbeiten, verstärkt zudem diese Reize. Es hat einen ausdauersteigenden Effekt und das Pferd bekommt eine bessere Grundkondition.

Hinzu kommt, dass der Mensch von sich, wie vom Pferd maximale Konzentration abverlangen muss. Einen guten Pferdemenschen zeichnet u.a. aus, dass er wenn er mit dem Pferd arbeitet, beim Pferd ist. Er ist nicht im Gespräch mit der Bande oder im Kopf im Büro, sondern konzentriert sich voll und ganz auf die Kommunikation mit dem Pferd.


Zudem beziehen wir beim begleitenden Longieren Position. Wer bewegt wen? Die Grundstrukturen einer Pferdehierarchie. Denn, der der bewegt, der führt. Sich bewegen zu lassen, heißt für ein Pferd aber nicht unbedingt sich zu unterwerfen, sondern in die Führungsqualitäten eines anderen Lebewesens zu vertrauen und sich somit keine Gedanken machen zu müssen über drohende Gefahren.


Die Equikinetic® und Dualaktivierung® können von jedem angewandt werden und bringt Reitern wie Pferden Vorteile. Sei es nun das Jungpferd, welches noch zu wenig Muskulatur besitzt und durch die Equikinetic® und Dualaktivierung® auf das Reiten vorbereitet werden soll, oder das Rehapferd welches dringend Muskulatur benötigt um vollständig genesen zu können, dem Sportpferd welches fit und ausgeglichen gehalten werden soll oder Fahrpferde, um genügend Kraft zu bekommen eine Kutsche zu ziehen. Einen großen Einsatzbereich finden die Equikinetic® und Dualaktivierung® im „Freizeitreiterbereich“.

 

Dieses Equipment benötigen Sie z.B. für die Equikinetic®:
- 8 Dualgassen ( oder 4 Dualgassen und 12 Pylonen )
- einen Kappzaum und eine kurze Longe
- eine Touchier, -oder Bogenpeitsche,
- Intervalltimer (Gymboss oder zB. als App auf dem Smartphone)

 

Legen Sie eine Quadratvolte die den Durchmesser Mitte Dualgasse zu Mitte Dualgasse 8 m beträgt. Zum Aufbau stellt man eine Pylone in die Mitte und legt die Gassen als Kreuz um die Pylone. Am Ende jeder Dual-Gasse legt man ein Balken quer. Nun nimmt man den jeweiligen Schaumstoffbalken aus dem Kreuz und legt im Abstand von 80 cm bis 1.50 m parallel zu dem Balken, den man quer gelegt hat.


Die Position während des Führens ist auf der Schulterhöhe des Pferdes. Die Beine des Menschen sind auf der Höhe der Vorderbeine der Pferde und der Körper ist dem Pferd zugewandt dabei aber in Laufrichtung ausgerichtet.


Im Schritt arbeitet man sehr nah am Pferd, im Trab erweitert man den Abstand zum Pferd. Der Abstand hängt auch individuell vom Pferd ab. Longiert man linke Hand, führt die linke Hand die Longe und die rechte hält den Longenrest, sowie die Touchiergerte (Zweihandtechnik).

 

Durch die Körperhaltung kann das Tempo welches das Pferd gehen soll, beeinflusst werden. Immer gilt jedoch Takt vor Tempo. Das heißt longiert wird Anfangs so schnell, wie das Pferd in dem jeweiligen Tempo noch die Balance halten kann. Hier gilt der Grundsatz: Funktion vor Form.

 

Begonnen wird im Schritt. Der sollte fleißig, allerdings nicht übereilt sein. Wie viele Einheiten im Schritt gearbeitet werden und wann man in den Trab wechselt, hängt vom Pferd ab. Im Schritt wird ebenso Muskulatur aufgebaut wie im Trab. Gerade bei Pferden die sich in einer „Rehamaßnahme“ befinden, hat sich der Schritt als gewählte Gangart, bestens bewährt.


Im Trab darf Anfangs durchaus „unter Tempo“ gearbeitet werden, damit das Pferd die Balance halten kann. Ein zu hohes Tempo würde das Pferd veranlassen, auszugleichen und in Schieflage geraten, es wird nicht geradegerichtet und belastet so unnötig seine Gelenke. Anfangs geraten viel Pferde in ein zu schnelles Tempo. Mit viel Geduld und Training lernt das Pferd das Tempo zu kontrollieren und so den Kreis mit einem besseren Körpergefühl leichter zu bewältigen.

 

Es wird in Dauerinnenstellung und Biegung im Intervalltraining longiert, Intervalltraining heißt, dass abwechselnd zwischen Pausen und Arbeitsphasen, gearbeitet wird. Die minimale Stellung die ein Pferd haben muss, ist dass das äußere Auge auf Höhe des äußeren Buggelenkes, bei der maximalen Stellung das äußere Auge auf Höhe inneren Buggelenks ist.

 

Tipp:
Viele Pferde haben Anfangs Probleme sich zu stellen. Haben Sie Geduld und achten Sie darauf, dass Ihr Pferd losgelassen läuft. Wehrt sich das Pferd und möchte sich nicht stellen lassen, arbeiten Sie mit Impulsen. Lassen Sie sich nicht auf ein Tauziehen mit Ihrem Pferd ein. Durch feine, leichte Impulse mit weicher Hand, wird Dauerzug vermieden und Ihr Pferd gibt schneller nach.

 

Das Programm startet mit 8 Mal einer Runde Arbeitsphase die jeweils eine Minute dauert, danach folgt eine Pause von 30-45 Sekunden. In dieser Pause, soll das Pferd im Schritt ohne Stellung und Biegung laufen, oder außerhalb der Quadratvolte (z.B. im Equiplace®) abgestellt werden. Nach der Pause wechseln Sie die Hand und beginnen die nächste Arbeitsphase.


Gesteigert wird das Training auf bis zu 16 Arbeitseinheiten mit jeweils 1,5 Minuten. In welcher Zeit man in die nächste Stufen wechselt hängt individuell vom Pferd ab.
Die Equikinetic® ist anstrengender als es sich anhört. In ständiger Konzentration unter Spannung muskulär zu arbeiten, fordert das Pferd sehr stark. Bei vermehrten Anzeichen der Überforderung sollte man die Einheit beenden oder die Arbeitseinheiten verringern.

 

Einige Anzeichen der Überforderung:
- Ihr Pferd verwirft sich
- Ihr Pferd läuft "mit der Nase im Sand“
- Ihr Pferd stolpert ständig
- Ihr Pferd verliert Hinterhandaktivität
- Es wird schwierig Ihr Pferd durch die Gassen zu longieren

   (esläuft außen oder innen an den Gassen vorbei)
- Ihr Pferd wird gegen Ende zu schnell

 

Am erfolgreichsten hat sich ein 12 Wochenprogramm bewährt. Eine Aufbauphase die dem Pferd verhilft genügend Muskulatur zu entwickeln ohne geritten zu werden.
3 Mal die Woche Equikinetic® mit jeweils 48 h Pause ist der ideale Weg die Tragemuskulatur soweit fit zu bekommen, damit es einen Reiter problemlos tragen kann.

 

Der Kappzaum:
Ein gut sitzender Kappzaum ist eine Grundvoraussetzung, um bei der Equikinetic® nicht nur das Pferdemaul zu schonen, sondern auch eine optimale Stellung im Genick zu erreichen. Ein gut sitzender Kappzaum darf nicht rutschen. Korrekt sitzt er, wenn der Backenriemen nicht ins Augen rutschen kann und die Auflage auf dem Nasenbein nicht zu tief sitzt und so die Nasentrompete frei ist. Dazu sollte die Auflage weich gepolstert sein, um den empfindlichen Nasenrücken zu schonen. Auch die Regel des „Zweifingerbreit“ unter dem Jochbein findet beim Kappzaum Anwendung. Der Genickriemen sollte ebenfalls weich abgepolstert sein, um unangenehmen Druck auf das Genick und die Ohren zu verhindern.

 

Die originale Trainerliste: http://www.pferde-ausbildung.de/trainerliste/

Online-Shop für das Equipment: http://www.pferde-ausbildung.de/…/geitner-kappzaum-5-farben/
Facebook-Gruppe "Equikinetic …das Original" : https://www.facebook.com/groups/1036383666389816/

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© Vivienne Finke